Vater und Sohn: 150 Bildgeschichten (German Edition)

Vater und Sohn: 150 Bildgeschichten (German Edition)

Language: German

Pages: 193

ISBN: B00T4UKJ44

Format: PDF / Kindle (mobi) / ePub


Das Gespann des gutmütigen, nur manchmal aufbrausenden Vaters und des verschmitzten, immer wieder einer unerwarteten Idee folgenden Sohns ist ein Klassiker: Generationen von Kindern wuchsen mit den hinreißenden Bildergeschichten auf. Ursprünglich erschienen sie 1934 bis 1937 in der Berliner Illustrierten Zeitung. Für den Nazi-Gegner Erich Ohser aus Plauen (= e. o. plauen) waren diese unpolitischen Zeichnungen die Grundlage seiner bürgerlichen Existenz. Gerettet haben sie ihn nicht: 1944 wurde er wegen »Wehrkraft-Zersetzung« verhaftet; in der Nacht vor Prozessbeginn erhängte er sich in seiner Zelle.
Die Ausgabe reproduziert alle drei Originalbände der »Vater und Sohn«-Geschichten aus den Jahren 1935, 1936 und 1937. Das Nachwort von Elke Schulze führt in sein Leben und sein Gesamtwerk ein, das mit Porträts, politischen Karikaturen und Landschaften deutlich umfangreicher ist, als man gemeinhin erwartet. Auch von diesem Schaffen finden sich im Nachwort Beispiele.

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erinnern wird. Noch in seiner Heimatstadt, in der es im Zusammenhang mit dem internationalen Erfolg der �Plauener Spitze«, eines Qualitätssiegels und einer Dachmarke für durchbrochene dekorative Elemente aus Garn, eine besondere Pflege und Förderung des Zeichnens gab, war das Talent des Jungen erkannt worden. Von den Lehrern ermutigt, wagte Ohser 1920 den Schritt nach Leipzig und wurde in kurzer Zeit zu einem so selbstbewussten wie erfolgreichen Studenten, ausgezeichnet mit einem Stipendium und

es im Hintergrund immer wieder Anfeindungen, die vom Verlag aber trickreich abgewehrt wurden. Ohser hatte mittlerweile Familie. Seine ehemalige Kommilitonin Marigard (eigentlich Maria Luise Irmgard) Bantzer (1905–1999), selbst Künstlerin und Kinderbuchillustratorin, war ihm nach Berlin gefolgt, der Eheschließung folgte im Dezember 1931 bald die Geburt des geliebten, wuschelköpfigen Sohnes Chris- tian (der leitete später erfolgreich in Amerika eine Druckerei und betrieb in England eine Farm). Als

selbstverständlich bekannt war, welchen Ruf Ohser als politischer Karikaturist genoss, setzte den Zeichner listig im Propagandaministerium durch – allerdings unter der Auflage, nur unter anderem Namen und ausschließlich als unpolitisch tätiger Pressezeichner zu arbeiten. Und Ohser, der nicht nur ein großer Witze- und Streicheerfinder war, sondern auch gern und ausgiebig mit Sprache und Dialekt spielte, besann sich auf seine vogtländische Herkunft. Aus �Erich Ohser« aus Plauen wird nun �e. o.

hatte sich bei der Redaktion der Zeitschrift Das Reich über das �Ungekonnte, Hässliche und Unrichtige« der Ohserschen Zeichnungen beschwert. Der Briefwechsel, in dessen Folge Ohser im Furor seiner Verteidigung die eigenen künstlerischen Ideale formuliert, liefert auf einzigartige Weise Einblick in sein künstlerisches Denken. Im folgenden ist die Kontroverse in Auszügen dokumentiert. In einem Brief schreibt Fritz Euler: �Das ist wohl der Hauptgrund, weshalb mich die Kunst des Herrn Plauen so

überschätzen) des reifen Mannes, in meinen Zeichnungen zum Ausdruck zu bringen.« Das zeichnerische Werk Ohsers künstlerisches Selbstbewusstsein findet sich in seinem umfassenden zeichnerischen Werk wieder. Hier setzt er seinen Anspruch bildnerisch um. Neben den Pressezeichnungen und Illustrationen stehen die großen Werkgruppen mit freien Zeichnungen von Porträt über Akt und Caféhausstudien bis zu Landschaften. Ohser war ein leidenschaftlicher Zeichner, sein breitangelegtes Talent umfasst viele

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